Norman Langen - Die geilste Zeit

Telamo / Robin Boettcher
Telamo / Robin Boettcher
Hoch hinaus ging es für Norman Langen am 15. Juli 2017 nämlich auf die Alp Plaun (Flims) zum Sommerfestival «Der Berg bebt». Die Alpstrasse war eine Herausforderung für den ehemaligen DSDS Teilnehmer, die der Senkrechtstarter mit dem charmanten Lächeln aber gut meisterte.

Im April 2017 erschien sein viertes Studioalbum «Die geilste Zeit» – Mal lebensnah und tiefsinnig, mal einfach nur ausgelassen, unbedingt geradeheraus und 150% tanzbar. In Flims präsentierte er viele Facetten seines ultrazeitgenössischen Popschlager-Sounds und begeisterte das Publikum. Unsere Reporterin Maria Nüesch konnte vor dem Konzert mit Norman reden.

Die Mundharmonika, die der 1985 bei Aachen geborene Norman Langen von seinem Großvater übernommen hatte, tauschte er schon als Teenager gegen ein Keyboard ein und landete wenig später beim Gesang – und auf der Bühne. Nach ersten Gehversuchen in verschiedenen Pop- und Dance-Konstellationen, wechselte Norman, der zwischenzeitlich eine klassische Gesangsausbildung in Aachen absolviert hatte, dann vor fünf Jahren ins Profilager: Als erster männlicher „DSDS“-Kandidat setzte er in der 8. Staffel der Show auf Schlagersongs und sollte damit überraschend zum Publikumsliebling avancieren. Auf den Malediven bekam er von Dieter Bohlen sogar den Spitznamen „Schlageronkel“ verpasst, um gleich danach seinen ersten Plattenvertrag und wenig später den ersten Album-Hit zu landen: Sein noch im selben Jahr veröffentlichtes Debütalbum „Pures Gold“ schrammte nur haarscharf an den deutschen Top-10 vorbei.

Seither hat Norman Langen mit „100% Norman“ und „Wunderbar“ weitere Hit-Alben vorgelegt und darauf seinen Sound immer weiter verfeinert. Längst ein Dauergast in allen großen TV-Shows aber auch auf Mallorca. Er sammelte bereits etliche Awards ein (u.a. Schlager Saphir, Smago Award, 2x Ballermann Award) und hat allein bei Facebook inzwischen über 96 000 Fans. Erst im Juni 2016 wurde ihm von der Solidarfonds-Stiftung NRW der Solidarfonds Award 2016 in der Kategorie Musik für sein langjähriges und außergewöhnliches Engagement verliehen.

Der aktuelle Titel «Ein Schiff das unsere Flagge trägt», des gelernten Pfleger für Demenzkranke bedeutet für ihn und seine Familie sehr viel. Hat doch im vergangenen Jahr geheiratet und gleich zwei Häuser gebaut, eine für sich und seine Frau und eines für seine Eltern, «damit sie später mal nicht ins Heim müssen». (Telamo)

Werner Plüss