Tastentage in Klosters

Getreu dem Motto «Musik ganz nah» präsentieren im Rahmen dieses kleinen aber feinen Festivals in zwölf Konzerten volksmusikalisch aber auch klassisch angehauchte Musiker und groovende Instrumentalistinnen exquisite Tastenkunst.

In verschiedenen Lokalitäten, sei es als konzertanter Auftritt im Kulturschuppen, als Galakonzert in der Arena, Solo in der Kirche, sei es in Form einer Matinée auf dem Bauernhof, einer Nocturne in der Metallwerkstatt, internationale Stars und schweizerische Tasten-Künstler/innen am Piano, der Orgel, am Akkordeon, dem Schwyzerörgeli verzaubern Einheimische und Gäste.

Eröffnet wird das Festival mit dem Weltstar Jacky Terrasson, der am Karfreitagnachmittag ein Solokonzert im Kulturschuppen spielt. Abends in der reformierten Kirche tritt der junge und erfrischend kreative Freiburger Pianist Florian Favre solo auf, gefolgt vom Duo Albin Brun am Schwyzerörgeli und Patricia Draeger am Akkordeon mit ihren poetischen Volksweisen.

Samstagnachmittag konzertiert das Florian Favre-Trio in der Casa Antica mit Klängen, die spannend schön sind. Das Jacky Terrasson-Trio wird abends den Kulturschuppen zum Kochen bringen und als Nocturne tritt «Organ Expolsion» in der Metallbauwerkstatt Roffler auf, das krass groovende Münchner Trio mit Hammond-Orgel, Bass und Schlagzeug.

Der Sonntag wird mit alpinem Volksmusikjazz eröffnet während eines Brunches auf dem Kesserhof mit Brun/Draeger/Strebel. In der Arena folgt am Nachmittag ein Weltmusik-Leckerbissen mit Manfred Leuchter und seinem Septett: von Bach bis Bagdad ist ihr orientalisch angehauchtes Credo.

Der Musiker, Komponist und Tonmeister Manfred Leuchter bereist seit Jahrzehnten die Welt mit seinem Instrument, dem Akkordeon. Auf diesen Reisen durch Länder wie Indien, Rumänien, Marokko, Syrien, Jordanien, Ägypten, Palästina und den Libanon kommt es für den musikalischen «Global Player» immer wieder zu Begegnungen, aus denen spannende Projekte entstehen. Künstler aus verschiedensten Ländern, die er bei seinen Reisen kennengelernt hatte, finden sich nun zu einem Projekt zusammen, das ein melodiöses Schweifen vom Orient zum Okzident verspricht, oder umgekehrt sozusagen eine musikalische Reise «von Bach bis Bagdad».
© kulturschuppen.ch

Als Abendkonzert bespielt dann der noch zu wenig bekannte Schweizer Pianist Claude Diallo mit seiner «Situation» den Kulturschuppen mit seiner «sophisticated interaction», um als Nocturne in der Stube des Hauses Chesa Murmin noch gefolgt zu werden von «JazztaPrasta», dem Trio des bulgarischen Akkordeon-Virtuosen Martin Lubenov.

Dieses tritt dann auch während des traditionellen Ostermontagsbrunches im Hotel Chesa Grischuna auf. Lubenov ist dann am Nachmittag nochmals zu hören mit den Kanti-s-Wings, den jungen Musikerinnen der Kantonsschule Chur, mit denen er während der ganzen Tastentage ein Konzertprogramm einstudiert haben wird.

Der Vorverkauf läuft, 4-Tages-Pässe, Tagespässe oder Tickets sind erhältlich über www.tastentage.ch >Programm > Ticketlink oder über www.kulturschuppen.ch bzw. www.ticketino.com.

Weitere Informationen sowie Soundbeispiele: www.tastentage.ch

Werner Plüss