Helene Fischer überrascht mit politischem Statement

Die Geschehnisse in Chemniz haben auch Schlagersängerin Helene Fischer dazu bewogen, politisch Stellung zu beziehen. Sie äussert sich an einem Konzert in Berlin klar gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit.

«Dieses Lied steht für Freundschaft, für Toleranz und Zusammenhalt», sagt Helene Fischer zu ihren Fans in der Mercedes Benz Arena Berlin.

Sie habe die Medienberichte der letzten Zeit verfolgt und wisse, was gerade los ist. Sie gebe nie politische Statements ab, denn ihre Sprache sei die Musik, sagt Fischer.

«Heute Abend setzen wir auch ein Zeichen. Ich möchte, dass keiner mehr sitzen bleibt. Erhebt euch und erhebt gemeinsam mit mir die Stimmen gegen Gewalt und gegen Fremdenfeindlichkeit», ruft Fischer.

Die anwesenden Fans jubeln, jedoch auch etwas verhalten. Politische Aussagen sind normalerweise nicht wirklich Helene Fischers Thema.

Und doch scheint es ihr ein Anliegen gewesen zu sein, sich gegen die gewalttätigen Ausschreitungen durch Neonazis, Rechtspopulisten und «besorgte Bürger» in Chemniz zu äussern.

Ausserdem hat sie gleich auch noch einen eigenen Hashtag erfunden: #wirbrechendasschweigen.

Das scheint zwar nicht bei all ihren Fans gut angekommen zu sein, dennoch dürfte sie damit viele Menschen erreicht haben.

Die meisten zeigen sich aber freudig überrascht, dass die Schlagersängerin Position bezieht. Auf Twitter gibt es zahlreiche Reaktionen unter dem Hashtag #wirbrechendasschweigen.

Stefanie Rohner