Die Fäaschtbänkler tun es schon wieder

Die Fäaschtbänkler sind am Sonntag in Wattwil.
Die Fäaschtbänkler sind am Sonntag in Wattwil.
© Tagblatt / Daniel Ammann
Sie machen es auf ein Neues und sie setzen noch zwei drauf. Die Rheintaler Fäaschtbänkler spielen in fünfeinhalb Minuten 26 Musik-Genres. Von Ländler bis House - die Band hat alles drauf.

Ob mit knalligen 90’s Outfits, mit französischer Baskenmütze oder mit Lederjacke. Die Fäaschtbänkler zeigen sich in ihrem neuen Video sowohl musikalisch – als auch kleider-technisch in voller Vielfalt. Es ist bereits das dritte Mal, dass sie ein Video mit einem Genres-Medley posten. Innert Kürze hat das Video mehrere Hundert Likes und wird fleissig geteilt. «Ich denke, es spricht so viele Leute an, weil es eben so viele verschiedene Stile sind», sagt Roman Pizio von den Fäaschtbänklern. «Ausserdem ist es nicht ein normales Medley, mit unseren Instrumenten sind wir schon Exoten.»

Intensiver Video-Dreh

Musikalische Vielfalt ist eine der Stärken der Band, dies beweisen sie im Video aufs Neue. Da lohne sich auch der Aufwand, der so eine Produktion mit sich bringt. «Bis alle Stücke ausgewählt, die Lieder eingespielt und die Kostüme gefunden sind, dauert es schon eine Zeit», sagt Roman Pizio. «Auch der Video-Dreh mit den vielen kurzen Sequenzen ist sehr intensiv. Gegen Ende des Tages laufen meist alle auf dem Zahnfleisch». Die Stimmung sei aber trotzdem immer sehr gut und alle hätten grosse Freude.

Noch mehr freue man sich, wenn man das Endresultat – bzw. die Reaktionen darauf sieht. «Gewaltig Jungs!», «Ihr seid einfach die Besten!» und «Einfach Hammer Respekt» sind nur drei der vielen Facebook-Kommentare.

«Keinesfalls rassistisch»

Für weniger Freude sorgte die Sequenz, in denen die Fäaschtbänkler «Ein bisschen Spass muss sein» von Roberto Blanco imitieren, dazu haben sie sich im Gesicht schwarz angemalt. Blackfacing, also wenn sich weisse Menschen das Gesicht schwarz anmalen, empfinden viele Leute als rassistisch. Roman Pizio stellt klar, dass dies in keiner Weise die Absicht war. «Wir nehmen ja auch andere Genres auf die Schippe, es ist alles parodiert. Das ist überhaupt nicht böse gemeint.»

Vanessa Kobelt