Das Album zum grössten Mundart-Konzert aller Zeiten!

Gölä & TraufferMaa gäge Maa
Gölä & TraufferMaa gäge Maa
© CD Cover
«Das ist doch nicht normal!» So reagierten Gölä und Trauffer auf die Nachricht, dass ihr Konzert im Letzigrund Stadion vom 22. August 2020 ausverkauft ist – über ein Jahr im Voraus und vor dem Album-Release. Was die Fans dort erwartet? Die grössten Hits von Gölä, die grössten Hits von Trauffer – und alle Hits des mit Spannung erwarteten Albums «Büetzer Buebe».

Mit einem eigens für sie gebauten Truck sind Gölä & Trauffer - die Büetzer Buebe auf Promo Tour in der Schweiz. In St.Gallen haben sie auf dem roten Platz Halt gemacht. Wir haben mit ihnen geplaudert.

Das erste Album der Büetzer Buebe ist eine Mischung aus rockig-melodiösem Gölä-Sound und Örgeli-Mitsing-Trauffer-Stil. Mit 13 Songs. Mit Texten von Büetzer für Büetzer. Und mit einem 80-seitigen Booklet, prall gefüllt mit Bildern, Texten und Geschichten.

In Lauterbrunnen ging es im Frühling für einige Wochen laut zu und her. Inmitten von Öl-Geruch und Wagons der Jungfraubahnen wurden in der Remise Kabel verlegt, Gitarren gestimmt und Mikrofone installiert. Kurz: Es wurde ein ganzes Studio, inklusive Aufenthaltsraum, Büros und provisorischer Küche eingerichtet. Die Büetzer Buebe wollten für ihr Projekt-Album nicht in irgendein schickes Stadt-Studio. Ein echtes Büetzer-Studio sollte entstehen, denn «nicht ganz 0815», das gefällt den beiden. Natürlich wurde alles passend eingerichtet und sogar Wände bemalt, denn gemütlich und stylisch sollte es ja sein, das Pop-up-Studio. Die beiden erfolgreichsten Schweizer Mundartmusiker wollten ganz nah am Büetzer-Geschehen arbeiten, damit der Öl-Geruch, welcher Gölä, Trauffer, ihren beiden Bands sowie den ausführenden Produzenten Frank Niklaus und Dave Hofmann während der Produktion in der Nase hing, beim Hören des Albums zu riechen ist. Hat geklappt.

«Wir haben uns musikalisch gefunden – und wie!»

Wenn zwei erfolgreiche Musiker, die sonst ihr eigenes Ding fahren, plötzlich gemeinsame Sache machen, sind Diskussionen vorprogrammiert. Theoretisch. Bei den Büetzer Buebe liefen Songwriting, Songauswahl und auch die Aufnahmen ganz ohne «Gstürm» ab. Und dies, obwohl beide ihren eigenen Musikstil und ihre ganz klaren Vorstellungen haben. «Ich bewundere Göläs musikalisches Talent sehr und wusste, das kommt sowieso gut. Dass er sich mit ein paar Jodeleinlagen angefreundet hat und ich mich auf ein paar härtere Gitarrenriffs eingelassen habe, trug aber sicher dazu bei, dass es so gut lief. Wir haben einen Sound gefunden, der super zu uns passt und doch eigenständig ist. Die Momente, in denen sich jeweils einer von uns auf die Zunge beissen musste, gab es –sie hielten sich aber sehr in Grenzen.» Dass das Album definitiv kein Kompromiss und weder mehr Trauffer noch mehr Gölä ist, betonen die beiden. Gölä: «Lustigerweise hat Trauffer Songs geschrieben, die mehr nach mir klingen und ich Songs, von denen bestimmt alle denken, die kämen von Trauffer. Ich singe in Liedern, die vom Trauffer-Team kommen die Hauptstimme und umgekehrt – wir haben alles schön durchgemischt. Den grössten Teil singen wir aber gemeinsam, zweistimmig. Durch diese Kombination und dadurch, dass wir beide versucht haben, auf den Musikstil des anderen einzugehen, entstand ein richtig gelungener Mix. Wir hoffen sehr, dass wir damit die Trauffer- und die Göla-Fans abholen können.»

Texte für die Seele, Melodien für den Ohrwurm

Abwechslung total, darauf können sich die Fans freuen. Schon jetzt ist klar: Am Konzert werden sie genauso schunkeln wie Luftgitarre spielen, jodeln wie abrocken und sich bestimmt auch träumend in den Armen liegen. Mal bretscht ein Gitarrenbrett durch die Lautsprecher, dann sieht man beim blossen Hinhören einen ganzen Bauernhof vor dem geistigen Auge und beim ESAF-Song «Maa gäge Maa» kitzelt einem das Sägemehl in der Nase. Natürlich entführen die Lieder die Zuhörer in die eigene Vergangenheit, erinnern mal an unvergessliche Nächte, mal an weniger einfache Zeiten und klar, an unsere schöne Heimat. Wer Texte aus dem Leben mag, ohne Kunstgehabe und Schnickschnack, kommt bei den Büetzer Buebe voll auf seine Kosten und die Melodien schleichen sich schneller in die Gehörgänge als man «Ohrwurm» sagen kann. Eine ganz grosse Nummer ist der Song «Töif unger d’Huut». Trauffer: «Gölä hat eine Ballade «abgeschossen», als wir bereits im Studio waren und ich habe gesagt «Ok, dann schreibst du aber auf morgen eine bessere.» Das hat er getan, über Nacht – und wie! Der Song ist eine Granate.» Und aus dieser Granate haben die Büetzer Buebe ein Doppel-Duett mit Gänsehaut-Garantie geschaffen. Vielfalt und Abwechslung dominieren das Album und der eigenständige Stilmix macht es zu etwas ganz Besonderem. Aber, wer hätte bei diesem Projekt schon etwas «Durchschnittliches» erwartet? Eben.